Gedicht zum Jahres Todes Tag 16.02.2017

Genau ein Jahr ist es nun her,
doch es zu verstehen fällt immer noch schwer.
Was Du getan hast war egoistisch und gemein,
denn mit unserem Schmerz ließt Du uns hier allein.
Könntest Du es ändern und uns hier sehen...
würdest Du bestimmt die Zeit zurück drehen!
Der Schmerz zerreißt das Herz und sprengt die Brust
und Tränen machen deinen Tot bewußt.
Warum nur hast Du nicht nachgedacht
und einfach so nen Scheiß gemacht?
Wir vermissen Dich Tag für Tag mehr
und lieben Dich immer noch sehr!

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Kommentare: 2
  • #1

    Eine zufällige Leserin (Dienstag, 01 August 2017 21:36)

    Unfassbar sind Ihre Worte!!!
    Sie erlauben sich noch die Vorwürfe zu machen? Vorwürfe an jemandem, der nicht mehr am Leben ist?
    Wie egoistisch ist das denn???
    Wo waren Sie denn gewesen, als das alles geschehen ist? Sie haben wohl gelebt, ohne Teilnahme am Leben des Opfers genommen zu haben! Oder wussten Sie nichts von Ihren Problemen? Oder wollten Sie nix wissen? Also, macht euch selbst Vorwürfe!
    Sie wusste schon, warum sie euch nicht vertrauen konnte

  • #2

    Susanne (Mittwoch, 02 August 2017 12:52)

    Bezugnehmend auf das erste Kommentar der Zufälligen Leserin:

    Ich finde das dieser Kommentar wieder mal zeigt, dass durch vermutliche Unwissenheit, das ganze Ausmaß eines Suizides und was es bewirken kann, nicht erkannt wird. In unserer Gesellschaft scheint dies noch ein Tabu Thema zu sein.
    Es gibt Menschen die sich so sehr um das Wohlergehen ihrer Angehörigen Sorgen machen als um sich selber. Das Verhätnis zu nahen Anghörigen kann super und toll sein und trotzdem sind es meist die Angehörigen selber die zu Letzt erfahren was eigentlich los ist / war. Eben weil man seine Lieben nicht unnötig Belasten möchte. Aus Rücksichtnahme und vor allem auch Scham über sich selber und seinen Zustand fällt es deutlich leichter mit Personen zu reden via Internet, wo man jemanden nicht in die Augen schauen muss oder ihn ansehen muss. Natürlich spielt die Anonymität auch eine Rolle. Zudem Stufen viele ihre Probleme als "nicht so wichtig" ein. Wenn man die ganze Situation in seiner Ganzheit sieht, kann man ihr schon den Vorwurf machen, wie übrigens jedem der den Freitod wählt, ausgenommen wegen unheilbarer Krankheit. Der Schmerz und das seelische Leid ist manchmal unerträgich und nur schwer auszuhalten, man will nur eins, einfach weg von dieser Erde und deren, in Großenteilen, kalten Gesellschaft die wir haben. Ist der Preis dafür nicht zu hoch, den man bezahlt ? Die Endgültigkeit, der Schmerz der Angehörigen, der Eltern, der Schwestern ? Viel schlimmer finde ich, dass sie ja quasi zu dem Freitod getrieben wurde und dies in der BRD straffrei ist. Es wird noch nichtmal ermittelt. Benötigen diese Menschen nicht eher unseren Schutz , statt auch noch zu ermuntern sich zu erhängen (bzw. eine Nahtoderfahrung) ? Sollte es nicht Aufgabe des Staates sein, uns vor solchen Menschen zu schützen ? Ein Kapitalbetrug wird höher bestraft ja überhaupt ermittelt, ist vermutlich mehr Wert als ein Menschenleben in den Augen des Staates. (bzw. der Staatsanwaltschaft Bremen).